Halstuch-Furoshiki

Die Geschenk-Verpackungs-Orgien stehen ja wieder bevor… Oh graus, diese Papierberge für eine Viertelstunde Einsatz zwischen Baumenthüllung und Aufreißen! Und Recycling-Geschenkpapier zu finden ist schwer, das meiste Geschenkpapier ist auch kein normales Papier, sondern wirkt auf mich wie eine halbe Folie. Womöglich noch mit Metallic-Effekten, weils ja zu Weihnachten so schön glitzern soll…

Da ist es gut, dass ich schon vorgesorgt habe. Mit hübschen (ähem, also, hübsch für Geschenke! Ich würd sie nicht tragen) Halstüchern, aus meinem Lieblings-Oxfam-Shop! Da ich dort ja auch regelmäßig Dinge loswerde, fühle ich mich verpflichtet, gelegentlich auch etwas zu kaufen. Andere Dinge, die ich gerade brauche. Z.B. Weingläser vor einer Party, oder Perlgarn zum Basteln. Oder halt Tücher für Furoshiki 🙂

CD in farbenfroher und wiederverwendbarer Geschenkverpackung

Hier findet ihr eine Anleitung für verschiedene Furoshiki beim japanischen Umweltministerium. Meine Favorit ist der „2 Books Carry Wrap“, ich hoffe immer, dass ich mal 2 Bücher verschenken werde und ihn anwenden kann!

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Flöten-Bein

Manche Kleidungsstücke sind nicht mehr verwendbar – ein paar weitere Wäschen und sie würden großflächig zerfallen.

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Der Used-Look der Jeans ist halb industriell, halb durch Kinderknie entstanden.

Von dieser kleinen Jeans konnte ich doch noch ein Hosenbein retten und für eine weniger anspruchsvolle und aufreibende Aufgabe gewinnen: Es umhüllt nun meine Tin Whistle 🙂

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Herz und Stern sind Original-Dekor der Hose.

Die Flöte hat auch ihre Geschichte zum Thema „nicht neu“. Ursprünglich hatte ich mit einem Zufallfund vom Flohmarkt gespielt, allerdings war diese Flöte in Es-Stimmung 😦 Tin Whistles sind diatonisch, so dass man nicht beliebig transponieren kann. Die (echt) neue Flöte ist in D, so dass ich die meisten Stücke damit begleiten kann, und nebenbei ist der Klang unendlich viel besser 🙂 Das liegt natürlich nicht an ihrer kommerziellen Vergangenheit, eher am Hersteller generell 😉

Auch zu sehen beim Upcycling-Dienstag!

Weihnachtsanhänger aus Bienenwachs-Resten

Es weihnachtet sehr – all überall auf den Straßen seh ich gräßliche Lichter blitzen. Kunstbäume, Entenangeln und billigste Mützen bevölkern den hießigen „Weihnachtsmarkt“.

Damit es wenigsten zu Hause liebevoll (sprich: selbstgemacht) und natürlicher wird, haben wir aus den Resten der Bienenwachskerzen vom letzten Jahr Anhänger gebastelt.

Dazu habe ich die Wachsreste in einer leerer Konservendose (ohne scharfe Ränder) in den Ofen gestellt.

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Konserven-Wachs
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Bei 50°C im Ofen

Bienenwachs hat eine Schmelztemperatur von etwa 65°C, aber flüssig soll das Wachs nicht werden. Ich habe die Temperatur auf knapp über 50°C gestellen, und nach einer Weile war das Wachs warm genug um es zu kneten. Die Dochte habe ich dabei vorsichtig entfernt. Zum Ausrollen habe ich das Spielzeug-Wellerholz genommen, da ist sowieso Knete dran 😉

Dann konnten die Kinder daraus mit Weihnachtsförmen Figuren ausstechen – die Kleinste war ganz entäuscht, dass sie das nicht essen durfte 🙂 Sie haben noch Holzbrettchen zur Hilfe genommen, da das Wachs ziemlich schwer auszustechen ist.

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Fleißige Hände
Ausgestochene Wachsanhänger
Die ersten Schmuckstücke.
Die fertigen Anhänger warten auf den Weihnachtsbaum.

Das Ganze ist eher nichts für zwischendurch, vor allem, wenn kleinere Kinder dazwischen wuseln. Ihr solltet euch vorher überlegen, welche Geräte, Arbeitsflächen etc. ihr wieder sauber bekommt, das Wachs ist ziemlich anhänglich. Bei Textilien gibt es den alten Trick mit dem Bügeleisen und Löschpapier (bzw. Küchenkrepp). Meine Hände habe ich mit Handwaschpaste gereinigt 😉

Und wenn ich die Anhänger in ein paar Jahren nicht mehr sehen kann werden sie einfach wieder zu Kerzen! 🙂

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Glaskerze aus Wachsresten.