Flügel für eine kleine Fee

Da hierzulande erst spät und meist nur in der Kita Fasching gefeiert wird (wenn man Glück hat, sogar vor Aschermittwoch 😉 ) musste ich erst jetzt die Träume meiner Tochter umsetzen.

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Die Krokodilmaske besteht hauptsächlich aus Eierkarton und Farbe.
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Wuschelmonster-Kopf aus Plastiktüten, in Streifen geschnitten und auf eine ausgediente Strumpfhose benäht.

 

Nachdem sie in den vergangenen Jahren aus eigener Idee ein Krokodil und ein „liebes“ Monster war, ist dieses Jahr eine Fee dran. Keine Chance sie zu etwas anderem zu bewegen. Glitzer ist für das Kostüm das Wichtigste, mit Flügeln und Zauberstab. Immerhin hat sie sich nach einigen Vorschlägen von mir gegen selbstgekauftes Zubehör und für selbstgebasteltes entschieden 😉

Flügel, Zauberstab und Kleidchen mit Sternen
Flügel, Zauberstab und Kleidchen mit Sternen

Das ist das Ergebnis unserer gemeinsamen Anstrengungen. Die Flügel habe ich aus zwei Drahtbügeln aus der Reinigung gemacht, mit Plastiktüten bezogen (natürlich schonmal benutzt, für irgendwas müssen sie ja noch gut sein 😉 ), die an den Rändern umgeschlagen und von Hand leicht angenäht sind. Der Zauberstab und die Sterne sind aus Goldfolie, das Kleid ist eins ihrer normalen Kleider. An der Ecke hängt noch ein Glöckchen von einem Schoko-Weihnachtsmann.

Als wenigstens teilweises Aufwertungsprojekt geht’s nun zum Upcycling-Dienstag , Hei-Jo!

 

 

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Schlüsselbandverwertung

Wie kann man sich vor Schlüsselbändern schützen? Ich benutze sie nur selten für Schlüssel, so ein langes Tüddelband daran stört mich. Aber zeitweise kriechen sie unbemerkt von allen Seiten ins Haus, unnützer Kleinkram, der in Schubladen Unordnung verbreitet und beim Wegwerfen doch ein leicht schlechtes Gewissen erzeugt. Jedenfalls geht es mir so. Wo das hier gezeigte Exemplar herkommt, kann ich absolut nicht sagen.

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Schlüsselband – noch ziemlich unnütz 😉

OK, eine erste Idee für die Schlüsselbänder stelle ich hier vor: Ein Handschuhband, damit die Handschuhe vom Kind immer in Reichweite bleiben 🙂

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Zerlegtes Band (82cm), Clip, Karabiner und kurzes Bandstückchen.

 

Erstmal habe ich die Nähte aufgetrennt und das Band ausgemessen. Dieses war 82 cm lang. An die Jacke vom Kind in Größe 92/98 angehalten – lang genug, aber vermutlich nicht zu lang. Ich wollte das Band so basteln, dass sich die Handschuhe austauschen lassen, für schneefeste Fäustlinge und leichtere Handschuhe bei dem derzeitigen Nicht-so-richtig-Winter, oder die nächste Größe. Unsere Fäustlinge lassen sich weit über die Ärmel ziehen, so dass die vom Hersteller außen angebrachten Ringe leider unbrauchbar sind, das Handschuhband soll sich ja schön in der Jacke verstecken! Wie könnte das gehen? Knöpfe in die Handschuhe nähen und ins Band ein Knopfloch? Das hält vermutlich nicht gut, oder der Knopf stört. Oder Druckknöpfe in die Handschuhe stanzen? Ich mochte nicht durch die Außenhaut stanzen, und auch nicht innen so viel Stoff zusammenfassen, dass der Knopf dort hinpasst.

Als ich meine 3-in-1-Jacke (so heißen doch die Modelle mit Außenschicht und einziehbarer Fleecejacke?!?) kam ich auf die Lösung für das Handschuh-Band-Problem. Die Ärmel der Innenjacke werden mit kleinen Bändern mit Druckknöpfen an Gummischlaufen im Ärmel der Außenjacke befestigt. Das kann ich auch bei den Handschuhen machen! Die Gummischlaufen müssten sich einfach am Innenfutter annähen lassen, stören nicht zu sehr und bringen noch etwas Zugentlastung mit 😉

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Die Schlaufen an der Innenseite der Handschuhe hier sind aus einfachen Haargummis.

An die beiden Enden vom Band habe ich je ein Paar Jersey-Druckknöpfe gestanzt, die sind nicht so klobig wie andere Stanz-Druckknöpfe und ich musste kein Loch in das grobe Webband machen (das könnte leicht aus ausreißen, denke ich). Falls das Band zu lang ist, können dort leicht weitere Druckknöpfe angebracht werden.

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Das Band wird durch die Schlaufe im Handschuh geknöpft.

Erst wollte ich den Karabiner vom Schlüsselband für die Befestigung am Jacken-Aufhänger benutzen. Aber das erschien mir dann doch zu riskant, dass er am Nacken stören könnte. Deshalb habe ich das kurze Stück Band in der Mitte des langen Bandes rechtwinklig angenäht und dort auch einen Druckknopf plaziert.

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Details des fertigen Handschuhbands, oben die Schlaufe um es am Aufhänger der Jacke zu fixieren und die beiden Enden.

Bei der ersten Verwendung der angebandelten Handschuhe heute sah die Länge sehr gut aus. Für das größere Kind werde ich dann 2 Bänder zusammensetzen. Und den Karabiner habe ich an mein Dauer-Gemüsebeutel-Säckchen aus Gardinenresten (dazu später mehr) untergebracht. Nun bleibt es am Griff des Einkaufsbeutels hängen 🙂

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Beutelchen mit Karabiner an der Schlaufe und wiederverwendbarer Gemüsebeutel.

Nun fehlt bloß noch eine Anwendung für den Clip – ohne Band *g*

Was bastelt ihr aus Schlüsselbändern? Oder habt ihr Ideen, wie man sie gar nicht erst ins Haus kommen lässt? Wenn die Kinder bei der Sportveranstaltung einen sicherlich gut gemeinten, doch völlig gedankenlosen Sportbeutel mit – jucheh – einem weiteren Schlüsselband bekommen? (Fragt nicht nach den anderen Teilen 😉 ). Oder der Ausstellerausweis für die Messe vorgefertigt mit Corporate-Identity-Schlüsselband ausgehändigt werden?

Auch zu sehen beim Upcycling-Dienstag 🙂

Mit behandschuhten Händen winkend. Fröhlichen Winter!

Halstuch-Furoshiki

Die Geschenk-Verpackungs-Orgien stehen ja wieder bevor… Oh graus, diese Papierberge für eine Viertelstunde Einsatz zwischen Baumenthüllung und Aufreißen! Und Recycling-Geschenkpapier zu finden ist schwer, das meiste Geschenkpapier ist auch kein normales Papier, sondern wirkt auf mich wie eine halbe Folie. Womöglich noch mit Metallic-Effekten, weils ja zu Weihnachten so schön glitzern soll…

Da ist es gut, dass ich schon vorgesorgt habe. Mit hübschen (ähem, also, hübsch für Geschenke! Ich würd sie nicht tragen) Halstüchern, aus meinem Lieblings-Oxfam-Shop! Da ich dort ja auch regelmäßig Dinge loswerde, fühle ich mich verpflichtet, gelegentlich auch etwas zu kaufen. Andere Dinge, die ich gerade brauche. Z.B. Weingläser vor einer Party, oder Perlgarn zum Basteln. Oder halt Tücher für Furoshiki 🙂

CD in farbenfroher und wiederverwendbarer Geschenkverpackung

Hier findet ihr eine Anleitung für verschiedene Furoshiki beim japanischen Umweltministerium. Meine Favorit ist der „2 Books Carry Wrap“, ich hoffe immer, dass ich mal 2 Bücher verschenken werde und ihn anwenden kann!

Flöten-Bein

Manche Kleidungsstücke sind nicht mehr verwendbar – ein paar weitere Wäschen und sie würden großflächig zerfallen.

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Der Used-Look der Jeans ist halb industriell, halb durch Kinderknie entstanden.

Von dieser kleinen Jeans konnte ich doch noch ein Hosenbein retten und für eine weniger anspruchsvolle und aufreibende Aufgabe gewinnen: Es umhüllt nun meine Tin Whistle 🙂

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Herz und Stern sind Original-Dekor der Hose.

Die Flöte hat auch ihre Geschichte zum Thema „nicht neu“. Ursprünglich hatte ich mit einem Zufallfund vom Flohmarkt gespielt, allerdings war diese Flöte in Es-Stimmung 😦 Tin Whistles sind diatonisch, so dass man nicht beliebig transponieren kann. Die (echt) neue Flöte ist in D, so dass ich die meisten Stücke damit begleiten kann, und nebenbei ist der Klang unendlich viel besser 🙂 Das liegt natürlich nicht an ihrer kommerziellen Vergangenheit, eher am Hersteller generell 😉

Auch zu sehen beim Upcycling-Dienstag!

Weihnachtsanhänger aus Bienenwachs-Resten

Es weihnachtet sehr – all überall auf den Straßen seh ich gräßliche Lichter blitzen. Kunstbäume, Entenangeln und billigste Mützen bevölkern den hießigen „Weihnachtsmarkt“.

Damit es wenigsten zu Hause liebevoll (sprich: selbstgemacht) und natürlicher wird, haben wir aus den Resten der Bienenwachskerzen vom letzten Jahr Anhänger gebastelt.

Dazu habe ich die Wachsreste in einer leerer Konservendose (ohne scharfe Ränder) in den Ofen gestellt.

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Konserven-Wachs
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Bei 50°C im Ofen

Bienenwachs hat eine Schmelztemperatur von etwa 65°C, aber flüssig soll das Wachs nicht werden. Ich habe die Temperatur auf knapp über 50°C gestellen, und nach einer Weile war das Wachs warm genug um es zu kneten. Die Dochte habe ich dabei vorsichtig entfernt. Zum Ausrollen habe ich das Spielzeug-Wellerholz genommen, da ist sowieso Knete dran 😉

Dann konnten die Kinder daraus mit Weihnachtsförmen Figuren ausstechen – die Kleinste war ganz entäuscht, dass sie das nicht essen durfte 🙂 Sie haben noch Holzbrettchen zur Hilfe genommen, da das Wachs ziemlich schwer auszustechen ist.

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Fleißige Hände
Ausgestochene Wachsanhänger
Die ersten Schmuckstücke.
Die fertigen Anhänger warten auf den Weihnachtsbaum.

Das Ganze ist eher nichts für zwischendurch, vor allem, wenn kleinere Kinder dazwischen wuseln. Ihr solltet euch vorher überlegen, welche Geräte, Arbeitsflächen etc. ihr wieder sauber bekommt, das Wachs ist ziemlich anhänglich. Bei Textilien gibt es den alten Trick mit dem Bügeleisen und Löschpapier (bzw. Küchenkrepp). Meine Hände habe ich mit Handwaschpaste gereinigt 😉

Und wenn ich die Anhänger in ein paar Jahren nicht mehr sehen kann werden sie einfach wieder zu Kerzen! 🙂

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Glaskerze aus Wachsresten.

 

Span-Sterne aus Käseschachtel

Die Schachteln von Käse sind eigentlich immer zu schade zum Wegwerfen. Diese hier aus Span besonders.

Spanschachtel von Käse - viel zu schade zum Wegferfen, stimmts?
Spanschachtel von Käse – viel zu schade zum Wegferfen, stimmts?

Also habe ich sie schnell an den Metallklammern auseinandergeschnitten, das geht ganz leicht mit einer Schere.

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Späne aus der Schachtel.

 

Dann werden die gebogenen Holzstücke in Wasser eingeweicht und anschlißend zwischen zwei Holzbrettchen und Schraubzwingen gepresst.

Span zwischen Küchenkrepp zwischen Holzbrettchen zwischen Schraubzwingen.
Span zwischen Küchenkrepp zwischen Holzbrettchen zwischen Schraubzwingen.

Wenn das Holz wieder trocken ist, kann man gleichmäßige Streifen draus schneiden oder vorsichtig brechen.

IMG_3584Die Streifen kann man ähnlich wie Stroh zu Sternen binden. Ich hoffe, das es mit den Spanstreifen etwas leichter geht als bei Stroh, so dass auch meine Kinder mitbasteln können!

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