Von unten nach ganz oben

Da es immer noch kalt ist hierzulande, habe ich noch ein Mini-Projekt für warme Köpfe umgesetzt. Meine Tochter hatte ihre Mütze (die ich vor ca. 3 Monaten genäht hatte – hmpf) verloren.

Nun lag hier eine zu kleine Strumpfhose mit ausgeleiertem Gummibund und die „Sitzfläche“ war schon sehr gangegriffen, insgesammt nichts mehr zum Weitergeben, die mich immer anlächelte, ob ich sie nicht anderweitig verwerden könne? Jetzt lächelte ich  zurück  und sagte „Ich habe da so eine Idee…“.

Flux wurden die gerade Teile aus den Beinen rausgeschnitten, unteres und oberes Ende müssen gleich breit sein, und rechts-auf-rechts umgestülpt aneinander genäht (mit Lücke zum Wenden) und daraus ein geschlossenen Schlauch daraus gebildet. Ein Bein reichte für meine Idee nicht, es sind etwa 1,5 Beinlängen einer Strumpfhose Größe 92.

 

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Das Stirnband aus ehemaliger Strumpfhose.

So ist aus der Strumpfhose ein Stirnband geworden: schön dehnbar, gemustert, Material gerettet 🙂

Und die große Tochter trägt etwas von der kleinen auf, auch eher ungewöhnlich 🙂

Achja, und es wird endlich wärmer…

Sommerliche Nachthemden

Zugegeben, die Idee ist nur mäßig originell, aber das Nähen hat viel Spaß gemacht! Meine beiden Mädels haben nun sommerliche Nachthemden, einmal aus leicht verwaschenem und gummigebröseltem kleinem Spannbettlaken, das zweite aus einem ausrangierten Herrenhemd.

Upgecycelt stimmt wohl im Falle des Bettlakens - das Nachthemd liegt jetzt höher...
Upgecycelt stimmt wohl im Falle des Bettlakens – das Nachthemd liegt jetzt im wahrsten Sinne des Wortes höher…

Die Zuschnitte habe ich weitestgehend freihand gemacht, nur jeweils ein aktuelles T-Shirt als Maß für die Schulterweite und bei anderen Kleidern geschaut, wie lang die sind. Und dann gehofft, dass am nächsten Tag auch alles passt (ich will sowas immer an einem Abend fertig haben). Am liebsten nähe ich ja nur mit Zirkel und Lineal, was bei Kleidung etwas schwierig ist 😉 Den Bettlakenstoff habe ich an den Rändern nur einfach umgelegt, nix gebügelt oder gar festgesteckt. Das Jersey ribbelt ja kaum auf, außerdem ist es das kleinere Modell, der Stoff ist schon etwas mitgenommen und es wird wohl nicht mehr vererbt.

Das Herrenhemd habe ich etwas respektvoller behandelt, aus Zeitung eine Vorlage geschnitten, alles verzickzackt und die Armausschnitte mit improvisiertem Schrägband aus den abgeschnittenen Ärmeln versäubert.  Meine Tochter hatte es einmal an, bevor ich Arm- und Halsausschnitt fertig gemacht habe. Wie ihr seht hat der Halsausschnitt eine niedliche Borte bekommen. Es ist so groß, dass es hoffentlich nächsten Sommer nochmal passt und anschließend von meiner jüngeren Tochter getragen werden kann. Es hat also noch einiges vor sich, so als upgecyceltes Hemd 🙂

Ich wünsch euch allen sommerliche Träume und traumhafte Sommertage!

Flügel für eine kleine Fee

Da hierzulande erst spät und meist nur in der Kita Fasching gefeiert wird (wenn man Glück hat, sogar vor Aschermittwoch 😉 ) musste ich erst jetzt die Träume meiner Tochter umsetzen.

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Die Krokodilmaske besteht hauptsächlich aus Eierkarton und Farbe.
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Wuschelmonster-Kopf aus Plastiktüten, in Streifen geschnitten und auf eine ausgediente Strumpfhose benäht.

 

Nachdem sie in den vergangenen Jahren aus eigener Idee ein Krokodil und ein „liebes“ Monster war, ist dieses Jahr eine Fee dran. Keine Chance sie zu etwas anderem zu bewegen. Glitzer ist für das Kostüm das Wichtigste, mit Flügeln und Zauberstab. Immerhin hat sie sich nach einigen Vorschlägen von mir gegen selbstgekauftes Zubehör und für selbstgebasteltes entschieden 😉

Flügel, Zauberstab und Kleidchen mit Sternen
Flügel, Zauberstab und Kleidchen mit Sternen

Das ist das Ergebnis unserer gemeinsamen Anstrengungen. Die Flügel habe ich aus zwei Drahtbügeln aus der Reinigung gemacht, mit Plastiktüten bezogen (natürlich schonmal benutzt, für irgendwas müssen sie ja noch gut sein 😉 ), die an den Rändern umgeschlagen und von Hand leicht angenäht sind. Der Zauberstab und die Sterne sind aus Goldfolie, das Kleid ist eins ihrer normalen Kleider. An der Ecke hängt noch ein Glöckchen von einem Schoko-Weihnachtsmann.

Als wenigstens teilweises Aufwertungsprojekt geht’s nun zum Upcycling-Dienstag , Hei-Jo!

 

 

Weihnachtsanhänger aus Bienenwachs-Resten

Es weihnachtet sehr – all überall auf den Straßen seh ich gräßliche Lichter blitzen. Kunstbäume, Entenangeln und billigste Mützen bevölkern den hießigen „Weihnachtsmarkt“.

Damit es wenigsten zu Hause liebevoll (sprich: selbstgemacht) und natürlicher wird, haben wir aus den Resten der Bienenwachskerzen vom letzten Jahr Anhänger gebastelt.

Dazu habe ich die Wachsreste in einer leerer Konservendose (ohne scharfe Ränder) in den Ofen gestellt.

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Konserven-Wachs
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Bei 50°C im Ofen

Bienenwachs hat eine Schmelztemperatur von etwa 65°C, aber flüssig soll das Wachs nicht werden. Ich habe die Temperatur auf knapp über 50°C gestellen, und nach einer Weile war das Wachs warm genug um es zu kneten. Die Dochte habe ich dabei vorsichtig entfernt. Zum Ausrollen habe ich das Spielzeug-Wellerholz genommen, da ist sowieso Knete dran 😉

Dann konnten die Kinder daraus mit Weihnachtsförmen Figuren ausstechen – die Kleinste war ganz entäuscht, dass sie das nicht essen durfte 🙂 Sie haben noch Holzbrettchen zur Hilfe genommen, da das Wachs ziemlich schwer auszustechen ist.

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Fleißige Hände
Ausgestochene Wachsanhänger
Die ersten Schmuckstücke.
Die fertigen Anhänger warten auf den Weihnachtsbaum.

Das Ganze ist eher nichts für zwischendurch, vor allem, wenn kleinere Kinder dazwischen wuseln. Ihr solltet euch vorher überlegen, welche Geräte, Arbeitsflächen etc. ihr wieder sauber bekommt, das Wachs ist ziemlich anhänglich. Bei Textilien gibt es den alten Trick mit dem Bügeleisen und Löschpapier (bzw. Küchenkrepp). Meine Hände habe ich mit Handwaschpaste gereinigt 😉

Und wenn ich die Anhänger in ein paar Jahren nicht mehr sehen kann werden sie einfach wieder zu Kerzen! 🙂

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Glaskerze aus Wachsresten.